Köln - Hertha

Huch, schon wieder Köln?! Beim letzten Spiel im DFB-Pokal am 25. Oktober 2017 schied Hertha gegen die Geißböcke leider aus, wir hatten über das Zuschauer-Rekordspiel gegen den 1. FC Köln im Olympiastadion berichtet. Heute erinnern wir uns zum Bundesliga-Spiel am Sonntag an die beiden DFB-Pokalfinals im Mai 1977: Zum ersten und auch einzigen Mal in der Geschichte des DFB-Pokals wurde das Endspiel wiederholt.

Hertha BSC gegen Köln DFB Pokalfinale

Ein Plakat des DFB-Pokalfinales Hertha BSC gegen den 1. FC Köln

Am 28. Mai 1977 trafen die Kölner in Hannover im Pokalendspiel vor 57.000 Zuschauern auf Hertha BSC. Auf dem Weg ins Finale hatten die Berliner unter anderem Bayern München geschlagen. Trotzdem ging die Geißbockelf als Favorit in die Partie: Beide Bundesliga-Spiele hatte sie gegen Hertha gewonnen. Es wurde ein zähes Spiel: Kurz vor der Halbzeit brachte Torschützenkönig Dieter Müller die Kölner in Führung. In der 64. Minute konnte Hertha-Stürmer Lorenz Horr ausgleichen. Es blieb auch nach 120 Minuten beim 1:1. Weil das Regelwerk des DFB damals kein Elfmeterschießen vorsah, gab es zwei Tage später am 30. Mai 1977 ein Wiederholungsspiel.

Dieses einzige Wiederholungs-Finalspiel bleibt den Herthanern wohl nicht nur wegen der historischen Bedeutung im Gedächtnis, sondern vor allem, weil Hertha ein Tor aberkannt wurde: Kapitän „Ete“ Beer schnappt sich in der 62. Minute den Ball, steigt gegen den Kölner Simmet, der im Begriff war ihn zu foulen und schießt gegen den Kölner Keeper Toni Schumacher ein. Doch Schiedsrichter Klaus Ohmsen pfeift auf Foul von Beer an Simmet.
Am Ende sorgte Dieter Müller in der 70. Minute für die Entscheidung – 1:0 für den 1. FC Köln.

Vieles mehr über die aufregenden und erfolgreichen 1970er Jahre gibt es in der Ausstellung „Hauptstadtfußball“ noch bis zum 07.01.2018 zu entdecken, inklusive Bundesliga-Skandal, Vize-Meisterschaft und Europa-Pokal-Teilnahmen und natürlich unserem Hertha-Gesicht „Ete“ Beer.


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