Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt

„Dem Berliner Fußballclub ‚Hertha‘ 1892 e.V. zum 30jährigen Bestehen von der Frankfurter Turn und Sportgemeinde ‚Eintracht 1861.‘“ steht in goldenen Lettern auf dem Kissen aus schwarzem Samt aus dem Jahr 1922, handgestickt natürlich. Zum Spiel gegen die Eintracht Frankfurt am Sonntag im Olympiastadion blicken wir auf die lange Verbindung der beiden Traditionsvereine.

Kissen für Hertha zum 30. Vereinsjubiläum von Eintracht Frankfurt

Kissen für Hertha zum 30. Vereinsjubiläum von Eintracht Frankfurt

Dass Berlin und Frankfurt eine besondere Beziehung zueinander haben, zeigt nicht zuletzt der Club „Berliner FC Frankfurt“. Fußballpionier Georg Leux gründete den Verein am  5. Mai 1885, der sich mit dem Namen an seine Heimatstadt erinnern wollte: Leux stammte aus einer alten Frankfurter Sportlerfamilie und war wegen seines Berufes nach Berlin gezogen. Frankfurt war als Handelszentrum eine der ersten Keimzellen des Fußballs in Deutschland, da dort viele englische Kaufleute ansässig waren. Berlin war, vor allem wegen der Technischen Universität, ebenfalls ein Anziehungspunkt für englische Studenten und Techniker.

Am 8. März 1899 gründeten einige Mitglieder von Germania 1894, dem ältesten Frankfurter Fußballclub, den Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899. Nicht ganz ein Jahr war der Verein alt und trotzdem dabei, als am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußball-Bund gegründet wurde. Natürlich war auch BFC Hertha 1892 mit von der Partie.

Interessant ist auch, dass sich beide Vereine etwa zur selben Zeit umbenannten: In den frühen 1920er Jahren fusionierten sowohl der BFC Hertha 1892 als auch der Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899 mit anderen Vereinen und gaben sich daher neue Namen: Im April 1920 wurde aus Viktoria Frankfurt und der 1861 gegründeten Frankfurter Turngemeinde die „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“. Hertha BSC wird 1923 geboren. Die Fusion mit dem finanzstarken aber fußballerisch unbedeutenden Berliner SC stellte die Weichen für die erfolgreichsten Jahre des Berliner Clubs.

In der Ausstellung „Hauptstadtfußball“ könnt ihr noch bis zum 7. Januar spannende Geschichten, Objekte und Filmausschnitte aus 125 Jahren Hertha-Geschichte entdecken.


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